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Hier
spinne ich in der Freien Waldorfschule Dinslaken beim Adventsbasar. |
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| Niederrhein Spinntreff |
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Im März '05 lernte ich über einen Aufruf in der
SpinnWebe Gudrun kennen.
Da die NiederrheinspinnerInnen zunächst nur
aus Gudrun und mir (nebst Anhang in Form von Kindern, Tageskindern,
Nichten und Neffen bestanden), freue ich mich, dass Lisa ebenfalls
Interesse an einem regelmäßigen Spinntreffen hatte
und ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.
Seit Mai ´05 existiert jetzt der Niederrhein
Spinntreff bei Lisa (oben im Bild links mit
ihrem Mann) in der Naturwerkstatt.
Wir treffen uns jeden letzten Donnerstag im Monat um 16.00 Uhr
zwischen verlockenden Fasern aller Art.
Die SpinnWebe, die Mailingliste der Hachinger
Spinner, bietet
jede Menge Informationen und Austausch rund um das Spinnen.
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| Meine Spinnräder |
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Es
passiert immer wieder, dass Besucher verwundert darüber
sind, dass ich drei Spinnräder habe.
Ich wundere mich
eher darüber, dass ich nicht noch mehr habe.
Alle Räder haben unterschiedliche Eigenschaften. Wenn
ich nur friedlich vor mich hin spinnen möchte, dann nehme
ich das Waldrad. Für weiche einfädige, also nicht
verzwirnte Garne ist es gut geeignet. Allerdings ist der Fadeneinzug
etwas
niedrig für mich.
Möchte ich verzwirntes Garn erhalten, dann greife ich auf
Tom oder mein Hammerrad zurück. Je feiner das Garn werden
soll, desto lieber nehme ich Tom, denn er läuft wie von Zauberhand
angetrieben und unglaublich leise.
Wie unterschiedlich Spinnräder sein können, seht ihr
bei Alexandra in der Spinnradgalerie.
Alexandra hat mich übrigens darauf hingewiesen, dass die
Räder nicht alle ihr gehören ;-)
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Hammerrad der Tischlerei Dammann - mein zweites Spinnrad |
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Dieses schöne Rad habe ich im März ´05
bei ebay ersteigert.
Es befindet sich sowohl optisch als auch technisch in hervorragendem Zustand.
Ich spinne damit sehr gern.
Besonders gut gefallen mir die großen Spulen.
Der ehemalige Besitzer schrieb mir, nachdem ich mich nach der Geschichte des
Rades erkundigt hatte, dass er es ca. 1985 angeschafft hat und damals auch Schafhalter
war.
Es lag dann einige Jahre auf dem Dachboden.
Zum Hersteller konnte er mir leider keine Auskunft mehr geben.
Jedoch hatte ihm eine Ebayerin mitgeteilt, dass es ein Moswolt-Rad aus dem Osten
der Niederlande sei.
Leider hatte ich mit meiner Internet-Recherche nach Moswolt Spinnrädern,
bzw. Moswolt Spinnewielen nicht den erhofften Erfolg, etwas über die Firma
Moswolt zu erfahren.
Allerdings fand ich einige Spinnräder, die schon eine gewisse Ähnlichkeit
aufweisen, auch wenn meins nicht die charakteristische „Hammerform“ aufweist.

Ich freue mich über jeden Hinweis
auf die Herkunft dieses Rades, da es mir in seiner schlichten Funktionalität
ans Herz gewachsen ist.
Das Rätsel ist gelöst!
Dago half mir am 9. Mai ´06 mit einer Anzeige weiter,
die sie beim Schmökern in alten Handarbeitsbüchern gefunden hatte.
Vielen Dank!
In einer netten e-mail teilte mir Thomas Dammann auf meine Anfrage
hin mit, dass mein Hammerrad aus der Tischlerei Dammann stamme.
Ende der 80er Jahre stellte die Firma die Produktion der Spinnräder
ein und baut mittlerweile wunderschöne Holzhäuser. |
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| Tom
Deluxe
- mein drittes Spinnrad |
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Im
April ´05 gesellte sich als vorläufig letztes Spinnrad Tom
Deluxe in einfädiger Version zu den beiden anderen.
Tom ist der unumstrittene
Star in meiner kleinen Herde. Er besticht durch sein elegantes Äußeres
und seine unübertroffene Leichtläufigkeit.
Auf jedem Spinntreffen erregt er bewundernde Aufmerksamkeit.
Eine
Dame (liebe Grüße an Gudrun) hat sich sogar in
ihn verliebt ;-).
Tom ist handwerklich perfekt verarbeitet, ein echtes Sahneschnittchen!
Gebaut hat ihn der Tischlermeister Thomas Walther, dessen
Seite für SpinnerInnen sehr zu empfehlen ist.
www.handwerkunddesign.de

| Tussahseide singlegesponnen |
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20. Mai ´06
Gudrun hat mir zum Spinntreffen ihre mit Kamelienblüten
gefärbte Tussah-Seide zum Bewundern mitgebracht und mir etwas davon
geschenkt.
Heute habe ich daraus am Tom ein Singlegarn, ein einfädiges Garn, das nicht
verzwirnt wird, gesponnen. Es gelang auf Anhieb sehr gut. Vorgestern, beim Spinntreff,
fand ich meinen Rhytmus überhaupt nicht und habe das Spinnen zu Gunsten
des von Lisa angebotenen Kuchens vernachlässigt.
Das obere Bild zeigt das Garn vorm Waschen. So stelle ich mir Mithril vor, das
sagenumwobene
Metall der Zwerge, in Mittelerde auch bekannt als Moria-Silber.
Das untere Bild zeigt das gewaschene Garn zusammen mit 2,5 er Stricknadeln, damit
niemand denkt, ich würde Stahlseile spinnen.
Lauflänge vorm Waschen: 1061 m/100 g
Lauflänge nach dem Waschen: 907 m/100 g
Die Lauflänge verkürzte sich um 15 %.
Ich bin gespannt, ob sich diese Zahl bei weiteren Seidenexperimenten
bestätigt.


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| Schottlandwolle multicolor |
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8. April ´06
Hier habe ich Schottlandwolle multicolor im Kardenband
versponnen. Die mitfotografierten Stricknadeln haben die
Nadelstärke
2,5. Leider
hatte ich bei einem anderen Band der gleichen Qualität
Pech. Darin befanden sich viele Knübbelchen, die das
Spinnvergnügen
doch sehr beeinträchtigt haben. Nun gut, ich hatte mir
die andere Farbe eigentlich auch zum Filzen ausgesucht und
deshalb
nicht so genau hingeschaut.


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| Deutsche Merinowolle |
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1. April ´06
Hier habe ich Deutsche Merinowolle im Kammzug versponnen. Den
Kammzug habe ich vorher mit Ostereierkaltfarben gefärbt.
Auf der unteren Abbildung ist ein navajogezwirnter Faden zu sehen.
Beim Navajozwirnen bleibt der Farbverlauf erhalten. Das Prinzip
des Navjozwirnens hat Ulrike sehr anschaulich hier beschrieben.
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| Kalenderwettbewerb der Handspinngilde
e.V. |
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20.
September ´05
Mit diesem Bild habe ich am Fotowettbewerb der Handspinngilde
e.V. teilgenommen.
Ich freue mich sehr darüber, dass es im Kalender 2006 erscheinen
wird und per Abstimmung den vierten Platz belegte.
Das abgebildete Garn habe ich an meinem Hammerrad gesponnen und zweifädig
verzwirnt. Es lässt sich mit Nadelstärke 4 verstricken.
Material: Steinschafwolle im Vlies
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| Färben mit Ostereierfarben |
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1. April `06 Lust auf meinen ersten Versuch
des Färbens mit Ostereierfarben hat mir Jana gemacht.
Ich habe meinen Kammzug mit flüssigen
Kaltfarben
gefärbt.
Den Kammzug habe ich in Wasser mit etwas Essig eingelegt und
ihn danach schwach ausgedrückt in eine Kofferraumwanne gelegt.
Die
Ostereierfarben, nach Anleitung in Wasser und Essig aufgelöst,
wurden von mir mit dem Eßlöffel auf dem Kammzug verteilt. Da
der Kammzug wohl noch zu nass war, liefen die Farben schnell
durch die Wolle und mischten sich in der Wanne. Eigentlich wollte
ich einen klaren Verlauf von Gelb über Orange zu Rot erhalten.
Stattdessen dieses Ergebnis, dass mich an meine von Wühlmäusen
zerstörte Rose "Westerland" erinnert. Um die Farben zu fixieren
kam der Kammzug bei 80 C°, eingepackt in einen
Bratschlauch, für eine Stunde in den Backofen. Nach dem Auskühlen
wurde er vor dem Verpinnen mit einem Spritzer Wollwaschmittel
eingeweicht und anschließend gründlich ausgespült.
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| Färben mit Stockrosenblüten |
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22. September ´05
Stockrosen gehören zu meinen Lieblingsblumen. Ich habe sie in allen
erdenklichen Farben in meinem Garten. Besonders die rosafarbenen Exemplare
haben die Tendenz stark in die Breite zu gehen und ihre Nachbarn gehörig
einzuschüchtern.
In vielen Gartenbüchern steht, Stockrosen seien zweijährige
Pflanzen. Bei mir haben sie sich dazu entschieden, Stauden zu sein. Sie
kommen jedes
Jahr wieder.
Nur eine fehlte mir – die alcea rosea ´nigra´, die
samtig Dunkelrote, die fast schwarz wirkt.
Dieses Jahr war es dann soweit. In einem Gartencenter entdeckte ich sie
und wies ihr einen Ehrenplatz am Bambuszelt zu.
Den ganzen Sommer über führte mich mein erster Weg in den Garten,
um die abgefallenen Blüten aufzuheben und zu sammeln.
Sie blüht immer noch.

Die Blüten der alcea rosea 'nigra'.

Färbung mit den getrockneten Blüten
der alcea rosea 'nigra'

15.
April ´06
Hier habe ich am Tom von mir gesponnene Deutsch-Merinowolle in mehreren
Färbegängen im gleichen Farbsud gefärbt. Ich habe das "Stockrosen
1-Rezept" aus
dem wunderbaren Färbebuch von Dorothea
Fischer genutzt. Beim vierten Durchgang färbte ich die Wolle im Kammzug.
Das Ergebnis war völlig filzfrei. Auf der unteren Abbildung seht
ihr, wie fein man den Kammzug zum Spinnen ausziehen kann.
Die silbrigen Grün-Grautöne, die mich an Salbeiblätter
erinnern, gefallen mir sehr!
Wer sich für Stockrosensamen interessiert,
kann mir gern einen frankierten Rückumschlag schicken. Ich
stelle euch dann eine bunte oder einfarbige Mischung zusammen.
Bei Samen der dunklen Stockrose
kann ich nicht dafür garantieren, dass die 2. Generation ebenso dunkel
wird. Dafür gibt es zu viele potentielle Pollenspender in den
anderen Farben, die in der Nähe der Mutterpflanze stehen.
Brennnesselfärbung
Die Brennnesselfärbung barg Überraschungen. Ich färbte Deutsche Merionwolle
im Kammzug und als versponnenen Strang nach einem Rezept von Dorothea
Fischer und setzte dem Farbsud alte Nägel zu, um einen Grünstich
zu erhalten. Die im Kammzug gefärbte Wolle hatte nach der Färbung
genau den gleichen Farbton, wie der
versponnene
Strang.
Beides
wurde gemeinsam gründlich ausgespült, gewaschen und getrocknet. Der
Kammzug wurde am Tom versponnen und wie es nach dem Spinnen üblich
ist, erneut gewaschen (das Garn plustert sich auf und die Lauflänge
wird kürzer).
Nach dem Trocknen die Überraschung. Die Farbe war deutlich intensiver. Das
gleiche Phänomen hatte ich bei der Stockrosenfärbung
beobachtet.
Das verwendete Wollwaschmittel aus dem Bioladen "Sodasan" (enthält
KEIN Soda) scheint für die Vergrünung der Farbtöne verantwortlich
zu sein. Mir gefällt es.

von rechts nach links: Brennnesselfärbung
im Kammzug, anschließend versponnen,
Brennnesselfärbung zweifädiger Zwirn, daneben zwei
Stockrosenfärbungen
(4. und 3. Färbedurchgang im selben Sud)
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27. Oktober´05
Karin schickte mir für ein Tütchen Stockrosensamen diese Färbeproben.
Ich freue mich sehr darüber!

22. Dezember ´05
Ebenfalls für Stockrosensamen kamen
diese traumhaften Glasdonuts bei mir an.
Die sechste Perle ist nicht auf dem Foto, weil ich ich sie
beim Fotografieren bereits am Hals baumeln hatte. Kerstin ist
die Schöpferin dieser kleinen Kunstwerke.

Ein Geschenk von Gudrun an
alle NiederrheinspinnerInnen:
Süddeutsche Schafwolle mit Ashford Farbpigmenten gefärbt -
schön!

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